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Die Toskanischen Weine
Die Rebsorte Sangiovese ist die Grundlage fast aller toskanischer Rotweine. Die bereits zur etruskischen Zeiten bekannte Rebsorte hat ein dickhäutige Traube welche spät reift und einen in der jugend herb-säuerlichen gerbstoffhaltigen (Tannin!) fuchsinroten Wein ergibt, mit zunehmender Reife wird er rund ausgewogen und harmonisch. Dem Sangiovese werden oft andere Rebsorten wie Merlot oder Cabernet Sauvignon zugesetzt.
Der Sangiovese reift spät und wird erst im Oktober gelesen. Die Vendemmia ist ein lokales Ereignis bei dem oft in den örtlichen Ristoranti spezielle Gerichte angeboten werden.
Allgemein gilt, je höher der Anteil an Sangiovese Rebsorten ist,, umso länger braucht der Wein um zu reifen.
Zum Beispiel beträgt der Mindestgehalt an Sangiovese beim Chianti classico 75 %, beim Vino nobile di Montepulciano 60 % und beim Brunello di Montalcino 100%.
Boden und Klima: Für die Aromenbildung des Weines stellen äußere Faktoren wie Bodenzusammensetzung, Sonneneinstrahlung und Mikroklima entscheidende Faktoren dar.
Die Kalk und Mergelböden in einer Höhenlage zwischen 250 und 500 m bieten dabei besonders günstige Voraussetzungen. Die langsam reifenden Sangiovesetrauben nehmen von den kargen Böden die Aromen der Umgebung auf und konzentrieren den Veilchen und Beerengeschmack manch edler Chianti-Sorten. Spezielle Lagen wie die Gegend von Greve, Panzano oder Castellina aber auch San Giusto bieten besonders günstige topographische Voraussetzungen.
Eine besonderes begünstigte Weinlage stellt Montalcino dar. Hier gedeiht einer der besten Weine Italiens, der Brunello di Montalcino. Der Ort liegt hoch erhaben auf fast 500 m südwestlich von Siena. Der Brunello der gegenüber dem heiligen Berg der Etrusker, dem Monte Amiata reift und 5 Jahre in Eichenfässern gelagert wird, bevor er zum Verkauf gelangt, hat ein rundes, weiches Bouquet. Die Geschmacksnerven werden von einer ausgewogenen Sinfonie überwältigt.
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